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Zeltübersicht

Doppeldachkonstruktionen haben die früheren Einwandzelte abgelöst: das wasserdichte Außenzelt überspannt ein wasserdampfdurchlässiges (atmungsaktives) Innenzelt. Die von den Zeltbewohnern abgegebene oder beim Kochen entstandene Feuchtigkeit kann das Innenzelt passieren und kondensiert am Außenzelt, drinnen bleibts dann normalerweise trocken. Unter ungünstigen Bedingungen kann soviel Kondenswasser entstehen, dass man im Innenzelt „schwimmt“. Besonders im Winter oder bei langem Regen gibt es Probleme. Kondenswasser tritt auch unter den Isomatten auf, weil es sich auf kalten Flächen niederschlägt - und der Bereich unter den Isomatten ist häufig der kälteste Punkt im Zelt. Oft wird das Kondenswasser als Undichtigkeit gedeutet. Doppeldachkonstruktionen sind nach wie vor die beste Wahl. In normalen Einwandzelten aus wasserdichtem Material haben Sie selbst unter den besten Bedingungen viel Kondenswasser und die neuen Einwandzelte aus wasserdichten, aber wasserdampfdurchlässigen Geweben haben ein sehr begrenztes Einsatzprofil.

Die Zeltauswahl

Die Wahl des richtigen Zeltes gestaltet sich meist so schwierig wie die Suche nach den eigenen vier Wänden - zu unterschiedlich sind die Ansprüche. Schließlich muss das Zelt Schutz vor Regen, Wind und Krabbelgetier bieten - unter Extrembedingungen entscheidet es über Erfolg und Misserfolg.

Sind Sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Motorrad unterwegs müssen Sie sich zwischen dem etwas komfortableren, schwereren Zelt mit größerem Packvolumen oder dem Leichtgewichtszelt entscheiden.
Klima, geografische Lage und Jahreszeit sind wichtige Entscheidungskriterien für das Zelt. Wenn Ihre Kinder von Samstag auf Sonntag im Garten übernachten wollen brauchen Sie ein anderes Zelt als für Ihre Trekkingtour. Im Winter ist ein größeres Zelt, in dem man Kochen und die ganze Ausrüstung unterbringen kann, ein nicht zu unterschätzender Aspekt. Als Entscheidungshilfe dient unser Einsatzprofil (EP), das Sie aus unserer Tabelle entnehmen können.

Verwenden Sie die einzelnen Punkte wie eine Checkliste und kreuzen Sie die in Ihren Augen wichtigen Punkte an. Kein Modell wird alle Punkte erfüllen - das Zelt gibt es nicht, aber 75% Übereinstimmung sollten es schon sein. Gleich wie Ihre Entscheidung ausfällt:  sparen sie nicht am Zelt. Auf extremeren Touren hängt vielleicht Ihr Leben von ihm ab, ansonsten trägt es ganz wesentlich zu Ihrem persönlichen Wohlempfinden bei.
Im Zweifelsfall nehmen Sie das komfortablere Zelt mit höherem Anforderungsprofil, um Sicherheitsreserven zu besitzen. Gerne wollen wir Ihnen eine schlaflose Nacht, in der Sie die Gestängebögen an Ort und Stelle halten müssen, ersparen.

Die Form

Kuppel- und Tunnelzelte dominieren das Angebot. Pyramiden- und Firstzelte spielen mit Ausnahme von Gruppenzelten keine Rolle mehr.

Tunnelzelte werden durch mindestens zwei parallel laufende Gestängebögen getragen und bieten das beste Raum-/Gewichtsverhältnis. Bei Längsschläfern liegt man längs im Zelt - man kann das Zelt schmaler und damit windstabiler konstruieren, im Querschläfer parallel zu den Eingängen. Querschläfer werden meist als geräumiger empfunden. Tunnelzelte sind in ihrer Schmalseite sehr windstabil und blitzschnell aufgebaut. Allerdings braucht man 4-5 Abspannpunkte, bis das Zelt steht.

Bei Kuppelzelten kreuzen sich zwei oder mehr Gestängebögen in einem Punkt. Sie sind von allen Seiten gleich windstabil und eignen sich besonders für Gebiete mit wechselnder Windrichtung wie im Gebirge. Kuppelzelte stehen mit Ausnahme der Apsis auch ohne Heringe und können im aufgebauten Zustand herumgetragen werden, bis der richtige Zeltplatz gefunden ist. Dann sollte man auch ein Kuppelzelt abspannen, sonst macht es sich beim ersten Windhauch selbständig. Der Aufbau geht nicht immer so flott wie bei einem Tunnelzelt.

Geodäten sind bei richtiger Konstruktion und sauberem Zuschnitt wohl die sturmstabilsten Zelte auf dem Markt und rechtfertigen damit auch ihr etwas höheres Gewicht. Sie verkraften Schneelasten sehr gut und eignen sich somit bestens für Wintertouren. Durch die sich an mehreren Stellen kreuzenden Gestängebögen bieten die Zelte eine optimale Raumausnutzung bei höchster Stabilität.

Einbogenzelte sind das moderne Revival der Firstzelte und sind sehr leicht. Wie Firstzelte benötigen auch sie eine große Anzahl an Heringen.

Einsatzprofil 1 (EP1): Zelte für den Sommer oder warme Gebiete
freistehendes Innenzelt, bei heißem Wetter ohne Außenzelt!
große, möglichst gegenüberliegende Belüftungsmöglichkeiten
feinmaschige Moskitonetze an Eingängen und Belüftungen
Außenzelt wegen besserer Belüftung nicht zum Boden reichend
helle Zelte heizen sich weniger auf
etwas größeres Innenzelt, damit das Gepäck innen Platz hat

Einsatzprofil 2 (EP II): Zelte für Schlechtwettergebiete
Außenzelt separat oder gekoppelt mit Innenzelt aufbaubar
hochgezogene, hochwertige Bodenwanne
gute Ventilation auch bei geschlossenen Eingängen (Lüfter)
große Apsiden für Gepäck und zum Kochen
Außenzelt sollte nicht auf dem Innenzelt aufliegen können
schnelltrocknendes Innenzelt aus Nylon oderPolyester
geräumiges Innenzelt, um auch mal einen Tag im Zelt verbringen zu können

Einsatzprofil 3 (EPIII): Zelte für notorisch windige Gegenden
Zelt muss sturmstabil sein: gedrungene Bauart.
aerodynamische Formgebung und straffes Außenzelt
besonders stabiles Gestänge
viele Abspannleinen
zwei gegenüberliegende Eingänge (einer ist im Windschatten)
flatterfreies, bis an den Boden reichendes Überzelt

Einsatzprofil 4 (IV): Zelte für extreme Bedingungen
im Großen und Ganzen die Punkte von EP II & III
das Beste ist gerade gut genug
Materialien müssen auch bei Kälte flexibel bleiben,Beschichtungen dürfen nicht brechen
Handschuhbedienung muss möglich sein
Zelte müssen Schneelasten Stand halten können
lange Abspannungen für Pickel, Schaufel, Ski

Bei den Doppeldachzelten gibt es konstruktionsbedingt zwei Aufstell-Möglichkeiten:

Außenzelt zuerst (mit Innenzelt zusammen!) und Innenzelt zuerst.

Außenzelt-zuerst-Aufbau:
Innen- und Außenzelt sind gekoppelt und werden zusammen aufgestellt. Das geht sehr einfach und schnell. DasInnenzelt bleibt trocken, auch wenn´s beim Aufstellen regnet. Das Innenzelt kann ausgehängt werden und man bekommt einen besonders großen regengeschützten Aufenthaltsraum. Allerdings ist die Belüftung bei warmen Wetter nicht ganz so gut und ist das Außenzelt durch Kondenswasser feucht, trocknet es nicht so schnell.
Innenzelt-zuerst-Aufbau:
das Innenzelt wird zuerst aufgebaut und dann wird das Überzelt darüber geworfen. Am nächsten Morgen nimmt man das Überzelt ab und schüttelt es aus, das Innenzelt bleibt trocken. Standard-Aufbau bei den Geodäten. Solange es nicht regnet! Da braucht man dann doch etwas Erfindungsgeist, um die Hütte trocken aufzustellen. Bei schönem Wetter benutzt man das Innenzelt alleine und bekommt eine unübertroffen luftige Behausung.

Das Material

Außenzelte werden fast nur noch aus Nylon oder Polyester hergestellt, weil sie leichter und robuster als Naturfasern sind.

Polyamid (Nylon):  Vorteile sind die sehr hohe Reiß- & Scheuerfestigkeit, Elastizität und Verrottungssicherheit, leicht (ab 40g/qm), hell.
Nachteile sind starke Dehnung bei Regen  - häufiges Nachspannen erforderlich. Empfindlicher gegen sauren Regen und UV-Strahlen.
Ripstop-Nylon
ist eine Konstruktionsvariante des Nylons mit eingewobenen Verstärkungsfäden, die die Reißfestigkeit des Gewebes erhöhen. Wird unbeschichtet als Innenzeltmaterial und beschichtet als Außenzeltmaterial eingesetzt.
High Tenacity 6.6 Ripstopnylon: ein Gewebe mit extrem hoher Fadendichte. Höchstmögliche Stabilität und Reißfestigkeit.

Polyester:  Vorteile sind die sehr hohe Reiß- und hohe Scheuerfestigkeit, Verrrottungssicherheit. Leicht. Keine Dehnung bei Nässe, keine Feuchtigkeitsaufnahme, relativ unempfindlich gegen UV-Strahlung und sauren Regen. Leider etwas schwerer als Nylon, dunkel und raschelt.
Ripstop-Polyester entspricht Polyester, ist aber etwas leichter.

Gewebe mit gleicher Bezeichnung können von verschiedenen Herstellern kommen und unterschiedliche Qualitätsniveaus haben!

Beschichtungen

Nicht nur das Gewebe, auch die Beschichtung hat sehr großen Einfluss auf die Qualität der Stoffe. Eines der besten Gewebe ist zur Zeit das mehrfach silikonbeschichtete High Tenacity Ripstopnylon von Carrington, das in punkto Stabilität und Langzeithaltbarkeit herausragende Werte liefert, kein Wasser aufnimmt und deshalb auch bei Nässe sehr formstabil ist.

PVC:
Vorteil: sehr preiswert, wird bei Billigzelten verwendet
Nachteil: schwächt das Trägergewebe, steif bei Kälte, schwer, geringe UV- und Alterungsbeständigkeit, nicht umweltverträglich.

Acryl:
Vorteil: preiswert
Nachteil: schwächt das Trägergewebe, bricht bei Kälte.

Polyurethane (PU):
Vorteil: sehr gute Abdichtung, bleibt auch bei Kälte weich und geschmeidig, hohe Stichfestigkeit - deshalb besonders für Böden geeignet, kann getaped werden, UV-beständig.
Nachteil: schwächt Trägergewebe, deshalb sollte das Außenzeltmaterial nur dünn beschichtet werden.

Silikon
Vorteil: erhöht die Reißfestigkeit des Trägergewebes, sehr gute UV-Beständigkeit, sehr dauerhaft und elastisch.
Nachteil: weniger abriebfest, kann nicht getaped werden, geringe Druckwasserdichte (spielt nur beim Boden eine Rolle), sehr teuer.

Silikon/PU: außen Silikon, innen PU
guter Kompromiss zwischen Wasserdichtigkeit, UV-Beständigkeit und Stabilität.

Das Wort zur Wassersäule:
Wir geben sie nur bei den Bodenmaterialien an. Beim Außenzelt spielt die Wassersäule nur eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger ist der Abperleffekt - je weniger sich das Außenmaterial vollsaugt, desto unwichtiger ist die Wassersäule des Außenzeltmaterials. Solange die Beschichtung auf der Gewebeinnenseite keinen Kontakt mit dem Wasser hat, wird auch kein Druck auf die Beschichtung ausgeübt. Hier haben Gewebe, die auf der Außenseite mit Silikon beschichtet sind die Nase vorn. Die PU-Beschichtung kann dünner ausfallen und das Gewebe ist robuster. Rein PU-beschichtete Gewebe sollten mehrere Tausend mm aufweisen, um eine längerfristige Dichtigkeit zu garantieren. Dem Abperleffekt ist es auch zu verdanken, dass undichte Gewebe durch Imprägnierung zumindest kurzfristig wieder aufzupäppeln sind.
Bei den Bodenmaterialien sollte die Wassersäule bei mindestens 5000mm liegen, um auch bei punktuellen Belastungen noch dicht zu halten.
Wichtig: Silikonbeschichtung ist nicht gleich Silikonisierung. Die Silikonisierung ist eine Imprägnierung und erhöht die Reißfestigkeit des Gewebes nicht.
Bis auf wenige Ausnahmen sind Innenzelte aus 100% Polyamid gefertigt. Es gibt noch Innenzelte aus Baumwoll-Polyester-Mischgeweben, aber bei modernen Leichtgewichtszelten haben diese Gewebe auf Grund des höheren Gewichts und der längeren Trocknungszeit nichts verloren.

Gestänge und Befestigung

Das Gestänge ist das tragende Element des Zeltes. Nur mit den richtigen Gestängematerialien kann ein Zelt stabil sein.

Glasfiber massiv ist sehr schwer und billig, unkomfortabel.

Glasfiber hohl mit Gummizug verbunden ist schwer und nur für Campingzelte geeignet.

Alu-Gestänge sind mit Gummizug verbunden und aus eloxierten, gehärteten Alulegierungen hergestellt. Sie sind elastisch, biegesteif, leicht und langlebig sowie einfach zu reparieren. In der Oberklasse werden zwei Elastizitäten verwendet: T6 und das sehr biegesteife T9 von Easton Alloy. Das T6 Gestänge ist der Kompromiss zwischen Stabilität und Elastizität, T9 Gestänge können nur bei sehr hochwertigen Zelten überzeugen. Die geringere Elastizität und der höhere Härtegrad ermöglichen dünnerwandige und damit etwas leichtere Gestängebögen.
Je größer der Gestängedurchmesser, desto höher die Stabilität - ein 11mm Gestänge ist 2,5mal so widerstandsfähig wie ein 8,6mm Gestänge und etwas schwerer. Profitieren Sie von unserer Erfahrung und gehen Sie kein Risiko ein.
Carbon gibt es inzwischen ebenfalls auf dem Markt, mit sehr hoher Festigkeit und extremen Preisen.
Titan ist erhältlich, aber noch relativ teuer und schwer.

Gestängereparatur:
Leider können unter ungünstigen Bedingungen auch die besten Gestänge brechen. Deshalb sollten Sie immer eine oder mehrere Reparaturhülsen dabei haben. Die Hülse wird über die Bruchstelle geschoben und mittels Klebeband - unser Panzerband eignet sich hierfür hervorragend - fixiert. Von der Tour zurück, wird das Gestänge von uns repariert! Hilleberg liefert ein extra Segment mit jedem Zelt mit. Im Falle eines Falles wird dann einfach das defekte Stück ausgetauscht.

Zeltbefestigung
Es gibt mehrere Möglichkeiten, Gestängebögen am Zelt zu fixieren. Die gebräuchlichste Methode ist das umständliche Ring-Pin-System. Ein an einem Ring befestigter Alustift wird in das Gestänge gesteckt.
Bei den meisten Innenzelt-zuerst-Modelle werden die Gestängebögen in Ösen, die auf einem Nylonband eingestanzt sind, gesteckt. Diese Methode geht sehr einfach und schnell.
Die dritte, komfortabelste Lösung sind Gestängebecher, die aber nur bei bestimmten Konstruktionen einen Sinn machen.

Verarbeitung und Nähte:
Für einen Laien ist die Verarbeitung die beste Möglichkeit, ein Zelt zu beurteilen. Die Nähte sollten sauber genäht sein und als Doppelkappnähte ausgeführt sein. Die Nähte verlaufen durch vier Stoffschichten und erzielen so die maximale Festigkeit.
Der Faden besteht meist aus  baumwollummantelten Polyesterfäden. Die Baumwolle quillt bei Feuchtigkeit auf und dichtet das Nahtloch  ab. Ganz dicht bekommt man aber keine Naht. Deshalb werden die meisten Nähte von innen getaped.
Nicht alle Gewebe können getaped werden und das beste Nahtband löst sich irgendwann. Dann müssen die Nähte von Hand abgedichtet werden. Dazu das Zelt aufstellen und sauber abspannen. Den Nahtdichter dünn von außen auftragen und trocknen lassen. Je nach Beschichtung Nahtdichter für PU-beschichtete Gewebe bzw. für silikonbeschichtete Materialien wählen.

Schöner Wohnen

Selbst das hochwertigste Zelt macht Sie nicht glücklich, wenn Sie sich wegen Platzmangels nicht wohlfühlen. Es wäre fatal, sich nur an der Grundfläche eines Zeltes zu orientieren, denn je nach Konstruktionstyp hat man mehr oder weniger Innenvolumen: ein Würfel mit 1m Kantenlänge bietet ein Optimum an Innenvolumen, eine Pyramide mit quadratischer Grundfläche und 1m Höhe dagegen sehr sehr wenig Platz. Um Ihnen die Raumausnutzung im Verhältnis zur Grundfläche auf einen Blick zu ermöglichen, haben wir den Raumindex RI eingeführt. Er orientiert sich an folgenden Werten:

Ein Würfel bietet sehr gute Raumausnutzung: RI= 1
Eine Halbkugel befriedigende Raumausnutzung: RI= 3
Eine Pyramide ungenügende Raumausnutzung:RI= 5

Den Wert 1 gibt es in der Praxis nicht, da es noch keinem Konstrukteur gelungen ist, einen Würfel in eine windschnittige Form zu bringen.
Unsere Personenangaben sollen Ihnen grobe Anhaltswerte geben, wie viele Schläfer in dem jeweiligen Zelt Platz haben. Auch diese Angaben sind von uns ermittelt und weichen z.T. von den Herstellerangaben ab.
 
Wir geben auch die Zahl der Apsiden und der Eingänge an. Die Apsis ist v.a. bei Regen sehr wichtig: in ihr kann man kochen, nasse und schmutzige Gegenstände lagern und in den großen Apsiden der Tunnelzelten können auch Kinder spielen, die Fahrräder oder der Hund untergebracht werden.
Bei zwei Apsiden (und damit auch zwei Eingängen) kann immer auf der dem Wind abgewandten Seite geschützt gekocht werden und es steht die beste Lüftungsqualität zur Verfügung.

Hinweise zur Zelttabelle

Die Aufbauprozedur wird von uns nach dem Schulnotenprinzip bewertet. Je kleiner der Wert, desto schneller ist das Zelt aufgebaut.
Die Aufbauart wird folgendermaßen beschrieben: „I“ bedeutet Innenzelt-zuerst, „A“ Außenzelt-zuerst-Aufbau. Auf jeden Fall den Aufbau vor Beginn der Tour üben. Nicht auszudenken, wenn man bei Dunkelheit, Regen und Sturm erst die Gebrauchsanweisung lesen muss und die Streichhölzer für die Laterne nicht angehen, weil es so windig ist und das schützende Zelt immer noch im Wind herumflattert und man leider auch nur zwei Arme hat...

Wir haben alle Zelte selbst gewogen - und zwar mit der Anzahl von Heringen, die nötig ist, um das Zelt sauber abzuspannen! Wenn Sie genau wissen, dass es nicht stürmt, können Sie durchaus noch ein paar 100g einsparen, indem Sie die übrigen Heringe zu Hause lassen. Wir können diese Vorgehensweise jedoch nicht empfehlen, weil selbst die stabilsten Konstruktionen ohne korrekte Abspannung im Falle eines Falles in die Knie gehen!

Um Ihnen den Vergleich der Zeltpackmaße zu ermöglichen haben wir, wie bei den Schlafsäcken, das Packvolumen des kompletten Zeltes ermittelt. Ferner geben wir die Gestängelänge an. In der Praxis ist es sinnvoller, Gestänge und Zelt getrennt zu verpacken, weil nur so Innen- und Außenzelt optimal komprimiert werden können.

Zelte nur trocken und UV-geschützt lagern
eine Bodenplane (siehe "Zeltunterlage" oder "Footprint") verlängert die Lebensdauer Ihres Zeltbodens, Gewichtsfreaks legen die Isomatten oder den Poncho unters Zelt. Apsiden-Bodenplanen reduzieren das Kondensat am Außenzelt bei feuchten Böden um bis zu 30%!

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